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  • 24. Jun. 2010

    Schon sehr früh hatte es mich wie eine Plage erwischt, dass ich immer kurz vor meiner Menstruation wahnsinnig geil war. Ich mag gar nicht daran denken, wie alt ich war, als ich begonnen hatte, dem mit streichelnden Händen abzuhelfen. Es ging einfach nicht anders. Seit ich mit Ingo zusammen war, hatte sich dieses Phänomen auch nicht geändert, obwohl ich mich über unseren Sex nicht beklagen konnte. Das traf sowohl auf die Qualität als auch auf die Quantität zu.

    Vier Jahre waren wir inzwischen schon zusammen und über ein Jahr lebten wir auch miteinander in meiner hübschen kleinen Wohnung – ohne Trauschein allerdings. Es war wieder einmal so weit, dass ich bald das erste Kreuz am Regelkalender machen musste. Ausgerechnet an diesem Abend musste Ingo Überstunden machen. Es ging nicht anders. Ich musste mir unter der Dusche meine erste Entspannung selbst machen. Leider war Pussy von den Spielereien mit den Fingern nicht ganz zufrieden. An einem solchen Tag hatte sie sich auch noch niemals mit solchen Unzulänglichkeiten bescheiden müssen. In meiner Erregung rannte ich, nass, wie ich war, ins Schlafzimmer und kramte hinter dem großen Stapel Bettwäsche nach meinem Vibrator. Bis dahin hatte ich ihn ja noch immer sorgsam vor Ingo verborgen. Ohne Umstände rollte ich mich so aufs Bett ab, dass ich im Spiegel der Schranktür zwischen meine Beine sehen konnte. Schade, die Batterien waren natürlich leer. Immerhin diente mir der kleine Weiße als Dildo. Entgegen meiner früheren Gewohnheiten stieß ich ihn weit hinein und vögelte mich regelrecht mit dem kühlen Latex. Er blieb nicht lange kühl.

    Wenn ich gedacht hatte, die Aufruhr meines Leibes damit in den Griff zu bekommen, sah ich mich getäuscht. Noch sehnsüchtiger wartete ich auf meinen Mann. Als er endlich kam, überfiel ich ihn schon im Korridor. So etwas war für ihn nicht neu. Wenn er seine Gedanken zusammengenommen und an den Kalender gedacht hätte, wäre er selbst darauf gekommen, wie nötig ich ihn hatte. Er konnte gar nicht so schnell gucken, wie ihm seine Hosen in den Kniekehlen hingen. Dann kam der Hammer. Nichts stand da, wie ich es kannte, wenn ich ihm so unverblümt an die Wäsche ging. Schlimmer noch. Ich sah die merkwürdigen Krusten an seinem Schlappschwanz. Ich starrte wortlos auf das runzlige Teil. Ein Glück, dass er mich wenigstens nicht noch für dumm verkaufte. Er gestand kleinlaut einen Ausrutscher mit einer Kollegin während der Inventur. Die Türen krachten. Meine Geilheit war wie weggeblasen. Ich lag in meinem Bett und heulte und ihn drückte im Wohnzimmer auf der Couch sicher das schlechte Gewissen.

    Am Morgen konnten wir zumindest schon darüber reden. Ein Teil meines Zorns war verflogen. Ich hatte auch keinen Gedanken mehr daran, ihn einfach rauszuschmeißen. Meine eigene Erkenntnis: Einmal kann es schon passieren. Er freute sich offensichtlich, dass ich bereit war, ihm zu verzeihen und sagte so dahin: „Dann hast du einmal gut!“
    Ich war verblüfft. Ich wusste zwar, was er damit sagen wollte, wurde aber einfach nicht fertig damit, wie ein Mann so etwas aussprechen kann.

    Die Wochen schlichen dahin. Manchmal spürte ich meinen Zorn für sein Fremdgehen gar nicht mehr. Mir saß aber irgendwie noch im Kopf, dass ich einmal gut hatte. Der Zufall spielte Kuppler. Weil ausgerechnet im Januar bei zehn Grad minus unsere Heizung für zwei Tage ausfiel, kamen Ingo und ich bei seinem besten Freund unter. Ich kann heute nicht mehr entscheiden, wie es wirklich war. Jedenfalls war Ingo schon aus dem Haus, als sein Freund ins Bad stürmte. Ich stand gerade vor dem Spiegel und cremte meine Schenkel. Wie versteinert stand der Mann und ich war momentan wie elektrisiert. Mir fuhr tatsächlich der Gedanke durch den Kopf: Du hast noch einmal gut. Sicher überraschte ich den Mann mit meinen Avancen. Als ich meine Hände um seinen Hals legte und sich unsere nackten Körper aneinander drückten, war er überrollt. Mit einem halben Ständer war er schon gekommen. Nun drückte der stocksteif gegen meinen Bauch. Ich presste meine Lippen auf seine und streckte ihm die Zunge entgegen. Seine Augen sprachen Bände. In ihnen war Verwunderung und gleichzeitig unbändige Lust. Ehe ich mich versah, saß ich auf dem Wannenrand und hatte seine Zunge in meinem Schlitz. Wie ein Ertrinkender hielt er sich nach oben an den Brüsten fest. Wie ein Blitz traf es mich. Selbst, wenn ich es gewollt hätte, ich hätte mich nicht wehren können. Es ging mir nicht mehr darum, dass ich etwas gut hatte. Ich machte auch keinen Hehl daraus, wie gut er mir tat. Fest drückte ich seinen Schopf in meinen Schoß und bezwang meine Stimmbänder nicht. Auf seiner Couch vögelte er mich derartig durch, dass ich glauben musste, er hatte ewig keine Frau gehabt.

    Nach ein paar Tagen saß ich mit Ingo vor dem Fernseher. Die wilde Dreiecksgeschichte verführte mich, an seinem Ohr zu raunen: „Ich habe es übrigens eingelöst, mein Guthaben.“

    Er tat mir richtig leid. Wie ein geprügelter Hund schaute er mich an. „Sag, dass das nicht wahr ist“, entgegnete er mit ganz hohler Stimme. „Doch nicht etwa mit meinem Freund?“ Ich nickte nur. In diesem Moment hätte ich mich für meine Offenheit ohrfeigen können. Gleichzeitig war mir aber danach, ihm für sein Fremdgehen noch eine Lehre zu erteilen. Wie Männer so sind, wollte er doch tatsächlich Details wissen. Mich ritt der Teufel. Ich sagte so dahin: „Mensch, ein Ding hat der.“ Viel mehr wurde an diesem Abend nicht mehr darüber geredet und während der nächsten Tage sprach Ingo auch nicht viel.

    Das Ereignis war wohl zwei oder drei Monate her, als Ingos Freund bei uns ganz schön gebechert hatte. Er hatte zumindest so viel getrunken, dass wir ihm die Autoschlüssel wegnehmen mussten. So kam es, dass wir mit ihm und seiner Freundin in unserem Bett landeten. Der späte Abend hatte irgendwie schon angekündigt, dass es nach einem Vierer roch. Den provozierten dann eigentlich wir Frauen. Wir lagen zuerst splitternackt im Bett und bewunderten mit Händen und Lippen all unsere Reize. Den Kerlen nahmen wir ihre Slips ab, mit denen sie sich zu uns gekuschelt hatten – jeder an die Seite seiner Angebeteten. Dabei blieb es auch erst mal. Die Kerle bemühten sich unheimlich um uns. Es war zu spüren, wie es sie anmachte, dass sie gleichzeitig Voyeure und Exhibitionisten sein durften. Bei mir blieb die Gemeinschaftsrunde auch nicht ohne Wirkung, zumal wir Frauen uns zu den Zärtlichkeiten unserer Jungs noch ein paar Streicheleinheiten schenkten. Es wurde richtig lustig, als wir fast im Gleichklang unsere Herren heftig ritten. Wir lasen an den Gesichtern der Männer ihre Verfassung ab und gaben uns Mühe, sie möglichst gleichzeitig fertigzumachen. Als meine Mitstreiterin vor Wollust spitz aufschrie, schoss auch ich Ingo meinen Orgasmus ins Schamhaar.

    Zwischendurch trieben wir Frauen es wieder untereinander. Natürlich ging es uns bei unserem Spiel auch darum, die Männer wieder auf die Palme zu bringen. Mir fiel auf, dass die miteinander gewispert hatten. Ich roch den Braten und sagte zu Ingo: „Na los, tu dir keinen Zwang an. Ich habe nichts dagegen, wenn du es ihr machst.“
    Ingo nahm es ziemlich wörtlich. Er zog die Frau über seine Schenkel. Mich bediente sein Freund erst mal mündlich.

    Am Morgen wurden wir uns einig, uns diese Freude öfter mal zu bereiten. Acht Augen strahlten bei diesem Versprechen zufrieden.

    18. Jun. 2010

    Mein Kollege aus der Finanzbuchhaltung sprach mich eines Tages in der Kantine an. Seit etwa vierzehn Tagen war er in unserer Firma, zwar noch auf Probezeit, aber schon ziemlich beliebt bei der Chefin wegen seiner Perfektion an den Computern. Bastian hieß er und ich war nicht die einzige junge Frau, die sich schon in ihn verguckt hatte. Ohne Scheu fragte Bastian mit vollen Backen und die Kaffeetasse schon am Mund: „Eigentlich könnten wir doch eine Fahrgemeinschaft bilden. Wozu sollen wir jeden Tag die dreißig Kilometer zur Firma fahren und noch einmal so viel zurück, wenn wir nur einen Häuserblock voneinander entfernt wohnen?“ Mir ging diese Frage sofort durch und durch. Sicher würden sich wenigstens fünf oder sechs Kolleginnen die Finger lecken, hätten sie das gleiche Angebot bekommen. Freilich, es war zunächst eine rein wirtschaftliche Frage gewesen. Ich bildete mir auch durchaus nicht ein, dass er deshalb bereits ein Auge auf mich geworfen hatte. Allerdings, äußerlich konnte mir wohl kaum eine der Konkurrentinnen das Wasser reichen.

    Ich stimmte auf alle Fälle Bastian sofort zu. Wir einigten uns schnell, dass eine Woche ich mit meinem Wagen fahren sollte und die nächste Woche er. Mit ihm sollte es am kommenden Dienstag losgehen. Schon am zweiten Tag stand mein Urteil fest. Der Kerl war unnahbar, stur wie ein Panzer. Er gab zwar bereitwillig auf jede Frage eine Antwort, aber eine rechte Unterhaltung wollte mit ihm nicht in Gang kommen.

    In meiner Woche geschah es dann. Ich schaltete das Radio an und er maulte: „Das Gequatsche kann ich am frühen Morgen nicht vertragen. Hast du nicht eine gute CD dabei?“
    Ich nickte nur und zeigte mit dem Finger auf das Handschuhfach. Das bereute ich sofort, denn mir fiel ein, was da drinnen außer CDs noch war. Prompt hielt mir Bastian den bebilderten Karton vor die Augen und fragte geradeheraus: „Ist das dein einziger Lebensgefährte?“
    Sicher war ich im Gesicht dunkelrot geworden. Ich schnappte nach meinem Vibrator aber er wich meinem Griff geschickt aus. Beinahe mit wissenschaftlichem Interesse fragte er nach: „Ist das für Frauen ein guter Ersatz? Etwa so, als wenn ein Mann onaniert?“
    Mir fiel gar nicht gleich eine Antwort ein. Mit der Zeit wurde ich allerdings sicherer, während er den kleinen Schnurrer sogar aus der Packung holte und die Vibration anschaltete. Er schnupperte an der Spitze und fragte, jetzt allerdings mit belegter Stimme: „Trägt er etwa noch deinen Duft? Hmmm, mir wird gleich ganz anders.“

    Er ließ die Spitze über seinen Unterarm huschen und auch noch über seine Ohrläppchen. Dann räumte er ein, dass er sich recht gut vorstellen konnte, wie es an gewissen erogenen Zonen wirken musste. Ich gestand schließlich ganz offen ein, dass ich mich mit dem kleinen Verwöhner sehr gern in freier Natur, in einer versteckten Ecke, damit vergnügte. Ich lachte keck, als er unterstellte, dass es da wohl zu Hause noch ganz andere Formate geben musste. Ein paar Minuten hatte ich mich noch auf den Innenstadtverkehr zu konzentrieren, dann waren wir auf dem Parkplatz und Bastian schob den Vibrator ins Handschuhfach zurück.
    Prompt kam er auf der Heimfahrt wieder auf seine Entdeckung zurück. Ich wusste sofort, worauf er abzielte, als er raunte: „Wie wäre es mit einer Trainingsstunde in Gottes freier Natur?“

    Klar, es war von ihm erst mal eine kleine Frechheit. Andererseits sagte ich mir, dass so eine günstige Gelegenheit sicher nicht gleich wiederkommen würde. Ich ging auf seinen Scherz ein und schlug eine Richtung ein, die uns aus der Stadt herausführte. Noch einmal machte er mich verlegen, indem er feststellte: „Du kennst dich ja mit den versteckten Ecken der Umgebung erstaunlich gut aus.“
    Recht hatte er. Ich hatte einen Feldweg angesteuert, der als Sackgasse an der Autobahn endete. Alles war mit dichtem Strauchwerk bewachsen. Bastian zeigte sich nur einen Moment verwirrt. Gleich holte er den Vibrator aus dem Handschuhfach und fuhr damit spielerisch über meine Schenkel. Ich zuckte sofort heftig zusammen, weil ich schon während der ganzen Fahrt gedanklich auf diesen Moment eingerichtet war. Ja, ich war bereits wahnsinnig geil.

    Gespannt harrte ich der Dinge, die da kommen sollten. Ganz im Gegensatz zu seiner üblichen Einsilbigkeit begann Bastian mir die schönsten Komplimente zu machen. Aufregend daran war, dass er nach allem griff, was er gerade bestaunte. Er stupste die Brustwarzen, als er bewunderte, wie kühn sie sich durch das T-Shirt drückten. Er streichelte mein Knie, als er verriet, wie oft ihn meine verdammt langen Beine schon gefesselt hatten, und er strich mit der Fingerspitze über meine Lippen, als er sich darüber freute, wie wollüstig sie aufgeworfen waren. Den kleinen Schnurrer hatte er während der ganzen Zeit in Bewegung gehalten. Er schlich aber nicht mehr über den Rock hinweg, sondern hatte sich darunter geschlichen und näherte sich dem Ort, wo bereits ein Höllenfeuer loderte. Ich erfuhr zum ersten Mal die Wonne, den Zauberstab von einer anderen Hand geführt zu bekommen. Ich legte den Kopf an seine Schulter und bekam den ersten flüchtigen Kuss. Ich spürte ihn noch feucht auf meinen Lippen, da zeigte ich ihm, was ich unter Küssen verstand. Er dauerte nicht lange, bis uns beiden die Luft ausblieb. Mir vor allem, weil der Vibrator an den Eingang zum Paradies angestoßen war und sich offenbar vertiefen wollte. Ich war einen Moment zu keiner Reaktion fähig. Weit legte ich den Kopf in den Nacken und hielt den Atem an. Eine Weile ließ ich Bastian auf diese Weise mit mir spielen. Mir ging es ja recht gut dabei. Dann provozierte ich allerdings: „Da muss es bei den Männern doch noch etwas geben, womit sie eine Frau zufrieden machen können.“

    Bastian ließ sich nicht beirren. Wer weiß, vielleicht wollte er erkunden, wie schnell ich mit dem Hilfsmittel kommen konnte. Während er mich wieder küsste und lange nicht von meinen Lippen abließ, intensivierte er sein Spiel mit dem Künstlichen. Überraschend für uns beide ging ein mächtiger Ruck durch meinen Leib. Ich kam unwahrscheinlich heftig und lange.
    Bastian hatte sich sicher schon überlegt, wie es weitergehen sollte. Ich hatte noch gar nicht ausgekeucht, da ließ er seine Rückenlehne nach hinten gleiten und holte mich breitbeinig über seinen Schoß. Ich war ein wenig frustriert, dass er sich nicht mal die Zeit nahm, mit das Höschen abzustreicheln. Er war jetzt die Ungeduld in Person. Gleich am Slip vorbei nahm er mich. Ich dachte nicht mehr lange daran, dass es da unten noch einen schmalen Textilstreifen gab. Ich fühlte mich ganz mit ihm verschmolzen und glaubte, ihn völlig vereinnahmt zu haben. So lange wir tobten, machte ich mir gar keine besonderen Gedanken. Erst, als wir ein wenig abgekämpft nebeneinander saßen, zog ich im Geist den Hut vor ihm. Mindestens fünfmal hatte er mich geschafft, ehe er selbst vor Wollust bald mit dem Kopf durch das Verdeck ging.

    Am Abend zeigte ich ihm in meinem Zimmer, wie wirkungsvoll so ein Vibrator auch für einen Mann sein kann. Als er zwischen meinen Schenkeln kniete und richtig zur Sache gehen wollte, ließ ich den Schnurrer in seinen Po einschlüpfen. Ganz starr wurde er vor Überraschung und vom Reiz. Er wunderte sich selber, dass er viel zu schnell kam.
    Es war wohl schon ein halbes Jahr vergangen, als Bastian eines Nachts erinnerte: „Wir könnten eigentlich mal wieder deinen Vibrator in unser Liebespiel einbeziehen.“

    1. Jun. 2010

    Steffi Mertens ging ein merkwürdiger Ruf voraus. Schon ehe sie ihren ersten Arbeitstag in unserer kleinen Softwarefirma hatte, wurde gequatscht, dass sie eine Nymphomanin mit einem ziemlichen Männerverschleiß war. Später wusste niemand mehr, wer das aufgebracht hatte.

    Ich hatte das zunächst noch zweifelhafte Glück, dass Steffis Schreibtisch mir gegenüber aufgestellt wurde. Als sie mir vorgestellt wurde, war ich begeistert. Eine ausgesprochen hübsche junge Frau mit einer blonden, modisch wilden Frisur! Vierundzwanzig war sie und hatte ihr Informatikstudium abgeschlossen.

    Natürlich kamen wir am zweiten oder dritten Tag auch mal über private Dinge ins Gespräch. Mit meinem Wissen von ihrer nymphomanischen Veranlagung glaubte ich von allerhand Kerlen herauszuhören. Irgendwie machte mich das unheimlich an. Ich war ja selbst in meiner Sturm- und Drangzeit. Immer fester setzte es sich in meinen Kopf, diese Frau zu erobern. Das ging ein paar Tage später besser, als ich es mir vorgestellt hatte. Nach der Geburtstagsfeier eines Kollegen stieg Steffi gern in mein Auto ein. Ein Stück von ihrem Haus entfernt quatschten wir noch eine Weile. Dann wagte ich den ersten Kuss. Ihr Körper verspannte sich und ich hatte das Gefühl, ein kleines Mädchen zu küssen. Ich weiß nicht mehr, wie wir drauf zu sprechen kamen. Jedenfalls gab ich ihr nach dem dritten Kuss zu verstehen, dass ich nicht glaubte, was man ihr nachsagte. Weil sie es genau wissen wollte, redete ich deutlich davon, dass man sie für einen Männer fressenden Vamp hielt. Bitter lachte sie auf. Ganz behutsam legte sie ihren Kopf an meine Schulter und murmelte: „Gemein, die Leute, die so etwas verstreuen. Das Gegenteil ist der Fall. Ich habe mir fest vorgenommen, in meiner Hochzeitnacht zum ersten Mal mit einem Mann ins Bett zu gehen.“
    Ich musste mein Lachen unterdrücken. Es gab nur noch ein Küsschen, als wir uns verabschiedeten.

    Der nächste Arbeitstag wurde für uns beide unerfreulich. Ich war irgendwie frustriert von ihrem Fimmel und sie bereute wahrscheinlich ihre Offenheit. Es gab an diesem Tag kaum ein privates Wort. Unvermittelt kam dann kurz vor Feierabend von ihr die lakonische Bemerkung: „Ich weiß, ich bin eine dumme Kuh.“
    Mir fiel nicht mal eine Entgegnung ein. Erst als sie am Ausgang kleinlaut fragte: „Könntest du mich wieder in deinem Wagen mitnehmen?“ ging mir nicht nur ein Licht auf. Fröhlich riss ich ihr den Wagenschlag auf. Ich war verblüfft, wie sie bald ihren Gedanken fortsetzte: „Ich hab die ganze Nacht darüber gegrübelt, was ich mit meinem Vorsatz schon alles versäumt habe. Wer sagt mir überhaupt, ob es einen Mann gibt, mit dem ich mein erstes Mal in der Hochzeitsnacht haben kann. Was ist, wenn ich heute oder morgen einen Unfall habe?“
    Ich konnte mich nicht zurückhalten, nachzufragen: „Ist dir das alles erst in der vergangenen Nacht eingefallen?“
    Mein Herz machte ein paar Extraschläge, als sie kaum hörbar sagte: „Mit dir wäre es mir egal, wenn es nicht die Hochzeitsnacht wäre, in der … “
    Ich musste verdammt aufpassen. So eine Erklärung ist im dichten Feierabendverkehr gefährlich.

    Diesmal bat mich Steffi zu einem Kaffee mit zu sich. Ich ließ mich nicht zweimal bitten. In ihrem kleinen Apartment übersah ich sofort, dass mein Besuch geplant war. Ein hübscher Kaffeetisch war bereits gedeckt. Ein großer Blumenstrauß stand in der Mitte. Sie zündete sechs Kerzen an, obwohl noch heller Tag war. Die Kaffeemaschine rauschte schon lange nicht mehr, da lagen wir uns noch immer in den Armen und küssten uns. Ihre Bluse hatte ich schon aufgeknöpft und die beiden süßen Äpfelchen vollkommen aus der Spitzenhebe gedrückt. Lockend blinzelten mich die niedlichen Brustwarzen an. Ich staunte nicht schlecht, wie groß und steif sie sich in kürzester Zeit machten. Steffi hatte den Kaffee sicher auch vergessen. Sie rutschte auf der Couch zur Seite, zog mich zu sich, um sich ganz fest an mich zu kuscheln. Gut so, denn das machte mir sehr deutlich, dass ich ganz langsam und behutsam vorgehen musste. Schließlich wollte sie an diesem Tag über ihren Schatten springen, den sie sich über Jahre aufgebaut hatte. Mit der Behutsamkeit lag ich aber vollkommen daneben. In der nächsten halben Stunde wurde ich von dieser Frau zu meiner Überraschung völlig vereinnahmt. Sie war es, die ihren Büstenhalter abnahm. Sie zog nach einer guten Weile meine Hand auf ihre Schenkel und nahm sie bedeutungsvoll ziemlich weit auseinander. Als ich zum ersten Mal ihr Schamhaar berührte, konnte ich nicht mehr glauben, dass sie sich bisher aufgespart hatte. Alles tastete ich heiß und feucht. Meine Brühungen lösten bei ihr ein unkontrolliertes Zittern aus. Tief schaute sie mir in die Augen, während ich alles an ihrem Unterleib streichelte, was ich erreichen konnte. Ich ahnte, dass sie in diesem Augenblick eine Liebeserklärung brauchte. Ich brachte sie einfach nicht über die Lippen. Erst nach dem nächsten Kuss, bei dem ich begann, ihr ein wundervolles Petting zu machen, sagte sie mir schlicht: „Ich liebe dich … ich liebe dich ganz sehr.“ Darauf sprudelte es erleichtert aus mir heraus: „Ich liebe dich auch.“

    „Wollen wir uns nicht ganz nackt machen“, raunte sie mit hölzerner Stimme. Ich war natürlich sofort dabei. Zuerst streichelte ich ihr alle Sachen vom Leibe. Wieder ruhten unsere Augen lange ineinander, als ich ihr die letzte Hülle nahm. Ich ahnte, dass bei ihr ein bisschen Scham mit im Spiel war. Als ich selbst aus meinen Sachen stieg, wurde sie sichtlich lockerer. Sie begnügte sich nicht lange damit, mich lediglich zu betrachten. Rasch wurden ihre Hände und Lippen so aktiv, dass ich noch einmal bezweifelte, bei ihr der erste Mann zu sein. Sie musste so etwas ahnen. Ich hätte bald gesagt: „Mit vollem Mund redet man nicht“, als sie stammelte: „Glaub … mir … alles angelesen.“ Schade, sie zog sich schon zurück, gab mir einen Kuss auf den Bauchnabel und gestand: „Was glaubst du, wie oft ich schon halbe Nächte wachgelegen habe, nachdem ich mir heiße Literatur reingezogen hatte. Ich fühlte oft mit den Heldinnen der Romane und Geschichten fast körperlich mit.“
    Spannungsvoll lag sie in ihrer nackten Schönheit und mit weit aufgerissenen Augen da. Das Glück strahlte aus ihren Augen. „Nur keine Bange“, flüsterte sie, „meine eigenen Hände haben den spannenden Akt schon lange vollzogen. Tu es einfach.“

    Ich nahm sie und hatte ein unbeschreibliches Gefühl dabei. Ein reifer Frauenleib, der sich aufgespart hatte und sich mir jetzt opferte. Nichts von Wildheit und Drang dominierte. Ganz behutsam und schmusig gaben wir uns lange einander hin. Von Liebe wisperten wir, sagten uns gegenseitig, wie schön es war, versprachen uns eine lange Nacht und für den nächsten Tag gleich noch eine. Steffi bewunderte immer wieder, wie schön es für sie war. Irgendwann warf sie mir dann ihren Leib hektisch entgegen und schrie grell auf. Nur einen Moment konnte ich ihren Mund küssen, dann rang sie nach Luft. Nachdem sie ausgehechelt hatte, fragte sie naiv: „Oh, ist das immer so der blanke Wahnsinn? Ich kann meine Gefühle gar nicht beschrieben. Ich glaube, für einen Moment war ich abgetreten. Und du? Bist du auch … “
    Zur Antwort setzte ich mich wieder in Bewegung. Steffi hörte gar nicht wieder auf zu jammern und zu keuchen. Das große Wunder sollte sich bei ihr schon nach wenigen Minuten noch einmal vollziehen. Gleich danach erfuhr sie auch in der Praxis, wie ein Mann kommt. Sehen konnte sie es in ihrem Schamhaar.

    Am frühen Morgen gestand sie: „Aufsparen wollte ich mich eigentlich nur, bis ich zweiundzwanzig war. Dann gab es niemand mehr. Der mir bei meiner Sinnesänderung helfen konnte.“

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