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    9. Jul. 2010

    Wir beiden Hübschen hatten schon den zweiten Tag geschuftet, um die Eröffnung der Boutique vorzubereiten. Von unserer Chefin hatten wir praktisch kaum Unterstützung. Sie kam nur angerauscht, verschaffte sich einen Überblick, ob die Waren alle angekommen waren, nahm uns flüchtig in die Arme und sagte fest: „Ihr werdet das Kind schon schaukeln. Übermorgen macht ihr um neun den Laden auf. Ich kann leider bei der Eröffnung nicht dabei sein. Wie abgesprochen, für jeden Kunden ein Glas Sekt!“
    Schon wollte sie verschwinden. Ich rief ihr noch nach: „Wer soll denn eigentlich hier den Hut aufhaben? Simone oder ich?“
    „Ganz einfach“, rief sie uns noch zu, „eine von neun bis vierzehn Uhr und die andere von vierzehn bis neunzehn Uhr. Oder?“

    Wir hofften nur, dass sie auch in Zukunft so cool bleiben würde.
    Gegen zwanzig Uhr war alles für die Eröffnung gerichtet. Wir beglückwünschten uns gegenseitig für unsere Leistungen. Ich begab mich rasch zur Dusche, weil ich aus allen Knopflöchern dampfte. Die angenehm warmen Strahlen entspannten mich sehr schnell und brachten mich sofort auch auf andere Gedanken. Schon lange verführte mich mein nackter Körper unter der Dusche oder in der Wanne stets zu gewagten Handgriffen und zwangsläufig meistens auch zu mehr. An diesem Abend wusste ich genau, dass ich meinen Lover noch sehen würde. Trotzdem oder gerade deshalb machte ich mir rasch das Vergnügen. Verrückt, ich konnte auf einem Bein nicht stehen. Erst die zweite Husche machte mich zufriedener.
    „He“, schrie ich plötzlich auf, „beobachtet man denn kleine Mädchen, wenn sie sich allein glauben?“
    Simone stand splitternackt vor der Duschkabine und raunte: „Von wegen ´kleine Mädchen´!? Gerade hast du dich als lüsternes Weib gezeigt.“
    Noch einen Schritt kam sie näher und bewunderte: „Kerstin, bist du wunderschön. Eine Figur hast du. Ich hätte nie gedacht, dass deine Brüste bar jeder Stütze so stramm stehen. Da bekomme ich ja direkt Komplexe.“
    Ich entgegnete sofort: „Sei kein Schäfchen! Der wunderschöne Abwärtsschwung deiner herrlichen Birnen ist doch auch sehr reizend. Schließlich sind wir ja auch keine achtzehn mehr.“
    Simone knurrte begierig: „Wenn ich deine Exemplare sehe, möchte ich gleich Baby sein.“
    „Komm Baby“, lockte ich im Scherz, „saug dich satt“.

    Ich guckte nicht dumm aus der Wäsche, wie wörtlich Simone meine Einladung nahm. Sie kam tatsächlich zu mir in die Duschkabine und saugte sich an der ersten Brustwarze fest. Ich war sofort überrollt. Es war schon bald zehn Jahre her, seit ich dieses Erlebnis mal mit einer Freundin gehabt hatte. Siebzehn war ich da gewesen und hatte bei einer Schulfahrt mit einem Mädchen in einem Bett geschlafen; genau genommen mehr aneinander gespielt als geschlafen! Auf eine ganz besondere Weise erregte mich jetzt die offensichtliche Begierde meiner neuen Kollegin. Mir fiel gar nicht ein, sie abzuwehren. Ich stellte das Wasser ab und streichelte ihr Haar in dem Rhythmus, wie sie meine Brüste verwöhnte. Mit ihren Händen wollte sie scheinbar das ganze Blut dahin treiben, wo sie mit ihren Lippen liebevoll saugte und mit den Zähnen behutsam knabberte. Ich wisperte: „Wenn du noch ein bisschen machst, bescherst du mir einen Orgasmus.“

    „Freu dich“, lispelte sie. „Ich wäre glücklich, wenn ich das von mir auch behaupten könnte.“
    Mir ging es heiß und kalt über den Rücken. Ich hörte die Sehnsucht aus ihren Worten und auch die Kritik an meine Adresse, weil ich mich in keiner Weise erkenntlich zeigte. Gerade wollte ich in ihre Backen greifen und vielleicht versuchen, von hinten in ihren Schritt zu streicheln, da ging Simone vor mir in die Knie. Ich wusste, dass ich mich im Bruchteil einer Sekunde entscheiden musste. Was diese Frau anzettelte, das war nicht die Annäherung aus einer Laune heraus. Sie wollte mehr von mir und ich musste entscheiden, ob ich ihr das geben wollte. Ich weiß nicht, ob der Kopf entschieden hatte. Jedenfalls gingen meine Schenkel unmerklich auseinander, als Simone gekonnt hier und da züngelte. Ich war auf einmal so scharf auf jede Berührung ihrer Zungenspitze, dass ich mich ausbreitete, um ihr jedes Hindernis zu nehmen. Ich begann am ganzen Leib zu zittern und merkte genau, wie ich sie damit immer verrückter machte. Ihr Mund raste durch meinen Schoß, als wollte sie alles auf einmal liebkosen und beknabbern. Mein Gefühl täuschte mich nicht. Ganz plötzlich wurde ich starr und schüttelte gleich darauf einen heftigen Orgasmus heraus. Wie gebannt hockte Simone vor mir. Sie schien die Überraschung mit den Augen einzufangen, ehe mir ihre Lippen wieder die verrücktesten Sachen zwischen die Schenkel flüsterten.

    Als Simone wieder nach oben kam, küssten wir uns zum ersten Mal. Wir schauten uns dabei trief in die Augen. Große Fragen waren in den Blicken, keine Antworten. Endlich hatte ich in dieser Stellung Gelegenheit, ihr auch eine kleine Freude zu bereiten. Mein Petting schien ihr zu gefallen, obwohl ich mit einer anderen Frau eigentlich keine großen Erfahrungen hatte. Ich tat einfach mit ihr, was ich mit mir selber trieb, wenn ich es nötig hatte oder mir ganz einfach eine schöne Stunde bereiten wollte. Ich war richtig froh, dass ich ihr so auch einen Orgasmus schenken konnte.

    Als sie ausgehechelt hatte, wollte ich wissen, ob sie eine Lesbe war. Ich weiß nicht mehr, welche Worte ich dazu gebrauchte. Jedenfalls zuckte sie nur mit den Schultern. „Ich hab mich ganz einfach in dich verliebt“, gestand sie. „Ich habe aber auch schon mit zwei Männern geschlafen. Einer war leider verheiratet aber gut, der andere war im Bett ein Stümper. Er war nur auf seine Befriedigung bedacht.“
    „Und Frauen?“ hakte ich nach.
    „Meine allerbeste Freundin hat sich einfach für zwei Jahre auf einen Segeltörn um die Welt begeben.“
    Ich ließ meinen Zeigefinger zwischen ihren Beinen flattern, wie ich es selbst gern mochte und fragte zurückhaltend: „Und nun suchst du wohl etwa in mir einen Ersatz?“
    „Du bist so schön, so lieb, so verständig.“
    Ich nahm ihren Kopf in beide Hände und küsste ihren Mund. Es war fast nicht zu hören, wie ich wisperte: „Es ist wunderschön mit dir, aber wie soll ich eine Freundin und einen Lover verkraften?“

    Wir küssten und streichelten uns so lange, bis wir uns endlich einig waren, zu Simone zu gehen. Ihr war es in der Boutique für ein erstes schönes Schäferstündchen zu ungemütlich. Mir auch! Unterwegs bekam ich so richtige Lust auf sie. Ich sah mich schon mit ihr im Bett oder auf der Couch toben. Ich schüttelte mich vor Wonne, als ich daran dachte, wie unbeschreiblich mich gerade ihre Lippen verwöhnt hatten.

    Obwohl wir sicher beide tüchtigen Hunger hatten, nahmen wir uns nur Zeit für ein paar Kekse. Ich verhinderte, dass sie ein richtiges Abendessen machte. Es dauerte nicht lange, bis wir splitternackt auf ihrem breiten Bett lagen. Mit Küssen und Petting brachten wir uns wieder in Stimmung. Dann zeigte ich ihr, dass auch ich mein Französisch perfekt beherrschte. Ich wusste als Frau ja am besten, was und wie es sich eine andere Frau wünscht. Als wir schon mehrmals gekeucht und wollüstig gezittert hatten, da kamen Simones Spielzeuge ins Geschehen. Wahnsinnigen Spaß hatten wir daran, es uns mit so einem Doppeldildo gleichzeitig zu machen. Es war egal, dass Simone viel schneller kam. Sie bediente den Burschen einfach weiter, bis sie auch mich geschafft hatte.
    An diesem Tag begann eine lange und innige Frauenfreundschaft. Ich glaube, mein Lover ahnt, dass er mich nicht mehr allein hat.

    24. Jun. 2010

    Schon sehr früh hatte es mich wie eine Plage erwischt, dass ich immer kurz vor meiner Menstruation wahnsinnig geil war. Ich mag gar nicht daran denken, wie alt ich war, als ich begonnen hatte, dem mit streichelnden Händen abzuhelfen. Es ging einfach nicht anders. Seit ich mit Ingo zusammen war, hatte sich dieses Phänomen auch nicht geändert, obwohl ich mich über unseren Sex nicht beklagen konnte. Das traf sowohl auf die Qualität als auch auf die Quantität zu.

    Vier Jahre waren wir inzwischen schon zusammen und über ein Jahr lebten wir auch miteinander in meiner hübschen kleinen Wohnung – ohne Trauschein allerdings. Es war wieder einmal so weit, dass ich bald das erste Kreuz am Regelkalender machen musste. Ausgerechnet an diesem Abend musste Ingo Überstunden machen. Es ging nicht anders. Ich musste mir unter der Dusche meine erste Entspannung selbst machen. Leider war Pussy von den Spielereien mit den Fingern nicht ganz zufrieden. An einem solchen Tag hatte sie sich auch noch niemals mit solchen Unzulänglichkeiten bescheiden müssen. In meiner Erregung rannte ich, nass, wie ich war, ins Schlafzimmer und kramte hinter dem großen Stapel Bettwäsche nach meinem Vibrator. Bis dahin hatte ich ihn ja noch immer sorgsam vor Ingo verborgen. Ohne Umstände rollte ich mich so aufs Bett ab, dass ich im Spiegel der Schranktür zwischen meine Beine sehen konnte. Schade, die Batterien waren natürlich leer. Immerhin diente mir der kleine Weiße als Dildo. Entgegen meiner früheren Gewohnheiten stieß ich ihn weit hinein und vögelte mich regelrecht mit dem kühlen Latex. Er blieb nicht lange kühl.

    Wenn ich gedacht hatte, die Aufruhr meines Leibes damit in den Griff zu bekommen, sah ich mich getäuscht. Noch sehnsüchtiger wartete ich auf meinen Mann. Als er endlich kam, überfiel ich ihn schon im Korridor. So etwas war für ihn nicht neu. Wenn er seine Gedanken zusammengenommen und an den Kalender gedacht hätte, wäre er selbst darauf gekommen, wie nötig ich ihn hatte. Er konnte gar nicht so schnell gucken, wie ihm seine Hosen in den Kniekehlen hingen. Dann kam der Hammer. Nichts stand da, wie ich es kannte, wenn ich ihm so unverblümt an die Wäsche ging. Schlimmer noch. Ich sah die merkwürdigen Krusten an seinem Schlappschwanz. Ich starrte wortlos auf das runzlige Teil. Ein Glück, dass er mich wenigstens nicht noch für dumm verkaufte. Er gestand kleinlaut einen Ausrutscher mit einer Kollegin während der Inventur. Die Türen krachten. Meine Geilheit war wie weggeblasen. Ich lag in meinem Bett und heulte und ihn drückte im Wohnzimmer auf der Couch sicher das schlechte Gewissen.

    Am Morgen konnten wir zumindest schon darüber reden. Ein Teil meines Zorns war verflogen. Ich hatte auch keinen Gedanken mehr daran, ihn einfach rauszuschmeißen. Meine eigene Erkenntnis: Einmal kann es schon passieren. Er freute sich offensichtlich, dass ich bereit war, ihm zu verzeihen und sagte so dahin: „Dann hast du einmal gut!“
    Ich war verblüfft. Ich wusste zwar, was er damit sagen wollte, wurde aber einfach nicht fertig damit, wie ein Mann so etwas aussprechen kann.

    Die Wochen schlichen dahin. Manchmal spürte ich meinen Zorn für sein Fremdgehen gar nicht mehr. Mir saß aber irgendwie noch im Kopf, dass ich einmal gut hatte. Der Zufall spielte Kuppler. Weil ausgerechnet im Januar bei zehn Grad minus unsere Heizung für zwei Tage ausfiel, kamen Ingo und ich bei seinem besten Freund unter. Ich kann heute nicht mehr entscheiden, wie es wirklich war. Jedenfalls war Ingo schon aus dem Haus, als sein Freund ins Bad stürmte. Ich stand gerade vor dem Spiegel und cremte meine Schenkel. Wie versteinert stand der Mann und ich war momentan wie elektrisiert. Mir fuhr tatsächlich der Gedanke durch den Kopf: Du hast noch einmal gut. Sicher überraschte ich den Mann mit meinen Avancen. Als ich meine Hände um seinen Hals legte und sich unsere nackten Körper aneinander drückten, war er überrollt. Mit einem halben Ständer war er schon gekommen. Nun drückte der stocksteif gegen meinen Bauch. Ich presste meine Lippen auf seine und streckte ihm die Zunge entgegen. Seine Augen sprachen Bände. In ihnen war Verwunderung und gleichzeitig unbändige Lust. Ehe ich mich versah, saß ich auf dem Wannenrand und hatte seine Zunge in meinem Schlitz. Wie ein Ertrinkender hielt er sich nach oben an den Brüsten fest. Wie ein Blitz traf es mich. Selbst, wenn ich es gewollt hätte, ich hätte mich nicht wehren können. Es ging mir nicht mehr darum, dass ich etwas gut hatte. Ich machte auch keinen Hehl daraus, wie gut er mir tat. Fest drückte ich seinen Schopf in meinen Schoß und bezwang meine Stimmbänder nicht. Auf seiner Couch vögelte er mich derartig durch, dass ich glauben musste, er hatte ewig keine Frau gehabt.

    Nach ein paar Tagen saß ich mit Ingo vor dem Fernseher. Die wilde Dreiecksgeschichte verführte mich, an seinem Ohr zu raunen: „Ich habe es übrigens eingelöst, mein Guthaben.“

    Er tat mir richtig leid. Wie ein geprügelter Hund schaute er mich an. „Sag, dass das nicht wahr ist“, entgegnete er mit ganz hohler Stimme. „Doch nicht etwa mit meinem Freund?“ Ich nickte nur. In diesem Moment hätte ich mich für meine Offenheit ohrfeigen können. Gleichzeitig war mir aber danach, ihm für sein Fremdgehen noch eine Lehre zu erteilen. Wie Männer so sind, wollte er doch tatsächlich Details wissen. Mich ritt der Teufel. Ich sagte so dahin: „Mensch, ein Ding hat der.“ Viel mehr wurde an diesem Abend nicht mehr darüber geredet und während der nächsten Tage sprach Ingo auch nicht viel.

    Das Ereignis war wohl zwei oder drei Monate her, als Ingos Freund bei uns ganz schön gebechert hatte. Er hatte zumindest so viel getrunken, dass wir ihm die Autoschlüssel wegnehmen mussten. So kam es, dass wir mit ihm und seiner Freundin in unserem Bett landeten. Der späte Abend hatte irgendwie schon angekündigt, dass es nach einem Vierer roch. Den provozierten dann eigentlich wir Frauen. Wir lagen zuerst splitternackt im Bett und bewunderten mit Händen und Lippen all unsere Reize. Den Kerlen nahmen wir ihre Slips ab, mit denen sie sich zu uns gekuschelt hatten – jeder an die Seite seiner Angebeteten. Dabei blieb es auch erst mal. Die Kerle bemühten sich unheimlich um uns. Es war zu spüren, wie es sie anmachte, dass sie gleichzeitig Voyeure und Exhibitionisten sein durften. Bei mir blieb die Gemeinschaftsrunde auch nicht ohne Wirkung, zumal wir Frauen uns zu den Zärtlichkeiten unserer Jungs noch ein paar Streicheleinheiten schenkten. Es wurde richtig lustig, als wir fast im Gleichklang unsere Herren heftig ritten. Wir lasen an den Gesichtern der Männer ihre Verfassung ab und gaben uns Mühe, sie möglichst gleichzeitig fertigzumachen. Als meine Mitstreiterin vor Wollust spitz aufschrie, schoss auch ich Ingo meinen Orgasmus ins Schamhaar.

    Zwischendurch trieben wir Frauen es wieder untereinander. Natürlich ging es uns bei unserem Spiel auch darum, die Männer wieder auf die Palme zu bringen. Mir fiel auf, dass die miteinander gewispert hatten. Ich roch den Braten und sagte zu Ingo: „Na los, tu dir keinen Zwang an. Ich habe nichts dagegen, wenn du es ihr machst.“
    Ingo nahm es ziemlich wörtlich. Er zog die Frau über seine Schenkel. Mich bediente sein Freund erst mal mündlich.

    Am Morgen wurden wir uns einig, uns diese Freude öfter mal zu bereiten. Acht Augen strahlten bei diesem Versprechen zufrieden.

    18. Jun. 2010

    Mein Kollege aus der Finanzbuchhaltung sprach mich eines Tages in der Kantine an. Seit etwa vierzehn Tagen war er in unserer Firma, zwar noch auf Probezeit, aber schon ziemlich beliebt bei der Chefin wegen seiner Perfektion an den Computern. Bastian hieß er und ich war nicht die einzige junge Frau, die sich schon in ihn verguckt hatte. Ohne Scheu fragte Bastian mit vollen Backen und die Kaffeetasse schon am Mund: „Eigentlich könnten wir doch eine Fahrgemeinschaft bilden. Wozu sollen wir jeden Tag die dreißig Kilometer zur Firma fahren und noch einmal so viel zurück, wenn wir nur einen Häuserblock voneinander entfernt wohnen?“ Mir ging diese Frage sofort durch und durch. Sicher würden sich wenigstens fünf oder sechs Kolleginnen die Finger lecken, hätten sie das gleiche Angebot bekommen. Freilich, es war zunächst eine rein wirtschaftliche Frage gewesen. Ich bildete mir auch durchaus nicht ein, dass er deshalb bereits ein Auge auf mich geworfen hatte. Allerdings, äußerlich konnte mir wohl kaum eine der Konkurrentinnen das Wasser reichen.

    Ich stimmte auf alle Fälle Bastian sofort zu. Wir einigten uns schnell, dass eine Woche ich mit meinem Wagen fahren sollte und die nächste Woche er. Mit ihm sollte es am kommenden Dienstag losgehen. Schon am zweiten Tag stand mein Urteil fest. Der Kerl war unnahbar, stur wie ein Panzer. Er gab zwar bereitwillig auf jede Frage eine Antwort, aber eine rechte Unterhaltung wollte mit ihm nicht in Gang kommen.

    In meiner Woche geschah es dann. Ich schaltete das Radio an und er maulte: „Das Gequatsche kann ich am frühen Morgen nicht vertragen. Hast du nicht eine gute CD dabei?“
    Ich nickte nur und zeigte mit dem Finger auf das Handschuhfach. Das bereute ich sofort, denn mir fiel ein, was da drinnen außer CDs noch war. Prompt hielt mir Bastian den bebilderten Karton vor die Augen und fragte geradeheraus: „Ist das dein einziger Lebensgefährte?“
    Sicher war ich im Gesicht dunkelrot geworden. Ich schnappte nach meinem Vibrator aber er wich meinem Griff geschickt aus. Beinahe mit wissenschaftlichem Interesse fragte er nach: „Ist das für Frauen ein guter Ersatz? Etwa so, als wenn ein Mann onaniert?“
    Mir fiel gar nicht gleich eine Antwort ein. Mit der Zeit wurde ich allerdings sicherer, während er den kleinen Schnurrer sogar aus der Packung holte und die Vibration anschaltete. Er schnupperte an der Spitze und fragte, jetzt allerdings mit belegter Stimme: „Trägt er etwa noch deinen Duft? Hmmm, mir wird gleich ganz anders.“

    Er ließ die Spitze über seinen Unterarm huschen und auch noch über seine Ohrläppchen. Dann räumte er ein, dass er sich recht gut vorstellen konnte, wie es an gewissen erogenen Zonen wirken musste. Ich gestand schließlich ganz offen ein, dass ich mich mit dem kleinen Verwöhner sehr gern in freier Natur, in einer versteckten Ecke, damit vergnügte. Ich lachte keck, als er unterstellte, dass es da wohl zu Hause noch ganz andere Formate geben musste. Ein paar Minuten hatte ich mich noch auf den Innenstadtverkehr zu konzentrieren, dann waren wir auf dem Parkplatz und Bastian schob den Vibrator ins Handschuhfach zurück.
    Prompt kam er auf der Heimfahrt wieder auf seine Entdeckung zurück. Ich wusste sofort, worauf er abzielte, als er raunte: „Wie wäre es mit einer Trainingsstunde in Gottes freier Natur?“

    Klar, es war von ihm erst mal eine kleine Frechheit. Andererseits sagte ich mir, dass so eine günstige Gelegenheit sicher nicht gleich wiederkommen würde. Ich ging auf seinen Scherz ein und schlug eine Richtung ein, die uns aus der Stadt herausführte. Noch einmal machte er mich verlegen, indem er feststellte: „Du kennst dich ja mit den versteckten Ecken der Umgebung erstaunlich gut aus.“
    Recht hatte er. Ich hatte einen Feldweg angesteuert, der als Sackgasse an der Autobahn endete. Alles war mit dichtem Strauchwerk bewachsen. Bastian zeigte sich nur einen Moment verwirrt. Gleich holte er den Vibrator aus dem Handschuhfach und fuhr damit spielerisch über meine Schenkel. Ich zuckte sofort heftig zusammen, weil ich schon während der ganzen Fahrt gedanklich auf diesen Moment eingerichtet war. Ja, ich war bereits wahnsinnig geil.

    Gespannt harrte ich der Dinge, die da kommen sollten. Ganz im Gegensatz zu seiner üblichen Einsilbigkeit begann Bastian mir die schönsten Komplimente zu machen. Aufregend daran war, dass er nach allem griff, was er gerade bestaunte. Er stupste die Brustwarzen, als er bewunderte, wie kühn sie sich durch das T-Shirt drückten. Er streichelte mein Knie, als er verriet, wie oft ihn meine verdammt langen Beine schon gefesselt hatten, und er strich mit der Fingerspitze über meine Lippen, als er sich darüber freute, wie wollüstig sie aufgeworfen waren. Den kleinen Schnurrer hatte er während der ganzen Zeit in Bewegung gehalten. Er schlich aber nicht mehr über den Rock hinweg, sondern hatte sich darunter geschlichen und näherte sich dem Ort, wo bereits ein Höllenfeuer loderte. Ich erfuhr zum ersten Mal die Wonne, den Zauberstab von einer anderen Hand geführt zu bekommen. Ich legte den Kopf an seine Schulter und bekam den ersten flüchtigen Kuss. Ich spürte ihn noch feucht auf meinen Lippen, da zeigte ich ihm, was ich unter Küssen verstand. Er dauerte nicht lange, bis uns beiden die Luft ausblieb. Mir vor allem, weil der Vibrator an den Eingang zum Paradies angestoßen war und sich offenbar vertiefen wollte. Ich war einen Moment zu keiner Reaktion fähig. Weit legte ich den Kopf in den Nacken und hielt den Atem an. Eine Weile ließ ich Bastian auf diese Weise mit mir spielen. Mir ging es ja recht gut dabei. Dann provozierte ich allerdings: „Da muss es bei den Männern doch noch etwas geben, womit sie eine Frau zufrieden machen können.“

    Bastian ließ sich nicht beirren. Wer weiß, vielleicht wollte er erkunden, wie schnell ich mit dem Hilfsmittel kommen konnte. Während er mich wieder küsste und lange nicht von meinen Lippen abließ, intensivierte er sein Spiel mit dem Künstlichen. Überraschend für uns beide ging ein mächtiger Ruck durch meinen Leib. Ich kam unwahrscheinlich heftig und lange.
    Bastian hatte sich sicher schon überlegt, wie es weitergehen sollte. Ich hatte noch gar nicht ausgekeucht, da ließ er seine Rückenlehne nach hinten gleiten und holte mich breitbeinig über seinen Schoß. Ich war ein wenig frustriert, dass er sich nicht mal die Zeit nahm, mit das Höschen abzustreicheln. Er war jetzt die Ungeduld in Person. Gleich am Slip vorbei nahm er mich. Ich dachte nicht mehr lange daran, dass es da unten noch einen schmalen Textilstreifen gab. Ich fühlte mich ganz mit ihm verschmolzen und glaubte, ihn völlig vereinnahmt zu haben. So lange wir tobten, machte ich mir gar keine besonderen Gedanken. Erst, als wir ein wenig abgekämpft nebeneinander saßen, zog ich im Geist den Hut vor ihm. Mindestens fünfmal hatte er mich geschafft, ehe er selbst vor Wollust bald mit dem Kopf durch das Verdeck ging.

    Am Abend zeigte ich ihm in meinem Zimmer, wie wirkungsvoll so ein Vibrator auch für einen Mann sein kann. Als er zwischen meinen Schenkeln kniete und richtig zur Sache gehen wollte, ließ ich den Schnurrer in seinen Po einschlüpfen. Ganz starr wurde er vor Überraschung und vom Reiz. Er wunderte sich selber, dass er viel zu schnell kam.
    Es war wohl schon ein halbes Jahr vergangen, als Bastian eines Nachts erinnerte: „Wir könnten eigentlich mal wieder deinen Vibrator in unser Liebespiel einbeziehen.“

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